Satzung

Die Satzung der Stiftung IffensArt

Satzung der Stiftung IffensArt mit Sitz in Butjadingen

§1 Name, Sitz und Rechtsform

(1) Die Stiftung führt den Namen "Stiftung IffensArt". (2) Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts und hat ihren Sitz in Butjadingen. (3) Geschäftsjahr der Stiftung ist das Kalenderjahr.

§2 Stiftungszweck

(1) Die Stiftung verfolgt den Zweck der Forschung und Aus- und Weiterbildung in den Themen-bereichen Ökologie, Umweltschutz, Naturschutz, Arbeitssicherheit, Gesundheit und Kunst.
(2) Die Stiftung verfolgt ihren Stiftungszweck insbesondere durch folgende Maßnahmen:
In der Umweltstation Iffens (der Hof des Stifters Wolfgang Meiners in 26969 Butjadingen, Beckmannsfelder Weg 2) werden ganzheitliche und nachhaltige Bildungsveranstaltungen und Forschungsprojekte durchgeführt nach Vorbild des gemeinnützigen Vereins Umwelter-ziehung Iffens e.V., der 25 Jahre erfolgreich in der Umweltbildung tätig ist.
Inhaltlich sind dabei alle Bereiche des Umwelt- und Naturschutzes vorgesehen. z. B.:
- Umwelttechnische Themen
- ökologisches Leben und Arbeiten,
-Landschaftsnutzung und Infrastrukturplanung
-Energie- und Ressourcenplanung
Methodische Schwerpunkte sind:
Praktische Erfahrungen in Werkstatt und Freiland
- Kreativität und Phantasie
Künstlerische Entwicklung
Nutzung der umweltpädagogischen Grundsätze
Geboten werden zum Beispiel Seminare, Kurse, Praktika, Studienaufenthalte und auch die Möglichkeit längerfristiger Mitarbeit in der Umweltstation Iffens.
Gemeinnützige Wirtschaftsbetriebe können im Rahmen der Umweltstation geführt werden wie z. B.:
Landwirtschaft und Gartenbau
- Apfelmosterei und Weinausbau
- Labor für Umwelt- und Naturwissenschaften
- Beherbergung und Verpflegung für Kursteilnehmer/-innen
- Urlaubsangebote mit umweltthematischer Begleitung
- Gesundheitsberatung
- Atelier und Galerie für Malerei, Foto- und Objektkunst
Ergeben sich Überschüsse aus den gemeinnützigen Betrieben, so sind sie der Stiftung für die Umsetzung ihrer Zwecke zur Verfügung zu stellen.
Regionale und überregionale Aspekte sollen verknüpft werden. Nationale und internationale Begegnungen sollen gefördert werden, z.B. durch gemeinsame Veranstaltungen von aktiven Bürgern/innen und Multiplikatoren/innen in der Umwelterziehung aus verschiedenen europäischen Regionen (Kulturökologie).
(3) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der jeweils gültigen Abgabenordnung.
(4) Die Stiftung kann ihre Mittel teilweise auch anderen, ebenfalls steuerbegünstigten Körperschaften oder Körperschaften des öffentlichen Rechts zur Verwendung zu den vorbezeichneten, steuerbegünstigten Zwecken zuwenden.

§ 3 Steuervergünstigung

(1) Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Sie darf keine juristische oder natürliche Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stif-tung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Unterstützung, Zuwendung oder Ver-gütung begünstigen.
(2) Auf Gewährung von Leistungen der Stiftung besteht keinerlei Rechtsanspruch.

§4 Grundstockvermögen

1) Das Grundstockvermögen der Stiftung ist in seinem Bestand dauernd und ungeschmälert zu erhalten. Es besteht aus Barvermögen in Höhe von 25.000,00 €.
2) Zustiftungen sind zulässig. Zuwendungen aufgrund einer Verfügung von Todes wegen ohne Zweckbestimmungen können dem Grundstockvermögen zugeführt werden.

§5 Stiftungsmittel

1 ) Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben
a) aus Erträgen des Stiftungsvermögens und
b) aus weiteren, nicht zur Aufstockung des Grundstockvermögens bestimmten Zuwendun-gen, welche der Stifter nach seinem Ermessen der Stiftung zu machen sich vorbehalten hat.
c) sowie aus Zuwendungen Dritter; der Stiftungsvorstand ist berechtigt, aber nicht ver-pflichtet, Zuwendungen Dritter zur zeitnahen Verwendung anzunehmen und kann demgemäß auch generelle Einschränkungen für die Annahme vorsehen.
(2) Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.
(3) Die Stiftung kann ihre Erträge ganz oder teilweise einer Rücklage zuführen, wenn oder solange das erforderlich ist, um die steuerbegünstigten satzungsgemäßen Zwecke nachhaltig erfüllen zu können.
(4) Die freie Rücklage kann Bestandteil des Stiftungsvermögens werden.

§ 6 Stiftungsorgane

(1) Organe der Stiftung sind
a) der Stiftungsvorstand und
b) das Kuratorium.
(2) Die Tätigkeit in den Stiftungsorganen ist ehrenamtlich. Nachgewiesene Auslagen werden in angemessenem Umfang ersetzt. Zur Deckung von Aufwendungen kann vom Sitzungsvor-stand eine angemessene Aufwandsentschädigung oder ein Sitzungsgeld festgesetzt werden. Darüber hinaus dürfen den Stiftungsorganen keine Vermögensvorteile zugewendet werden.
3) Die Mitglieder der Stiftungsorgane haften nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

§7 Stiftungsvorstand,

(1) Die Stiftung wird von einem Vorstand verwaltet, der aus mindestens einer und höchstens drei Personen besteht. Die Bestellung des ersten Vorstandes erfolgt durch den Stifter, der auch die Ämterverteilung regelt. Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt fünf Jahre - die des Stifters ist lebenslänglich.
(2) Der Vorstand wird von einem Kuratorium gewählt und bei Vorliegen eines wichtigen Grundes gegebenenfalls nach einstimmigem Beschluss abgewählt. Bevor ein Vorstandsmitglied abberufen wird, ist ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Er hat das Recht, vom Kuratorium persönlich angehört zu werden.
Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben. Der Stifter ist lebenslang im Vorstand, nicht abwählbar.
(3) Die Nachfolger vorzeitig ausgeschiedener Vorstandsmitglieder werden nur für die restliche Amtszeit des Vorstandes gewählt.
(4) Nach Ablauf der Amtszeit bleiben die Vorstandsmitglieder bis zur Wiederwahl ihrer Nachfolger im Amt.
(5) Der Vorstand wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden.

§ 8 Aufgaben des Vorstandes

(1) Derr Vorstand führt die Geschäfte der Stiftung. Er verwaltet die Stiftung und führt den Willen des Stifters aus. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:
(a) die Anlage und Verwaltung des Stiftungsvermögens, wobei er mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns zu handeln hat,
(b) die Vorlage der Jahresabrechnungen und des Geschäftsberichts an das Kuratorium jeweils zum 31.3. des auf das Geschäftsjahr folgenden Kalenderjahres,
c) die Aufstellung eines Plans über die Verwendung der Vermögenserträge jeweils für das kommende Geschäftsjahr,
(2) Der Vorstand bedarf zur Vornahme folgender Geschäfte des Zustimmung des Kuratoriums:
(a) Erwerb. Veräußerung und Belastung von Grundstücken oder grundstücksgleichen Rechten.
(b) Abschluss oder Änderung von Miet- und Pachtverträgen mit einer Dauer von mehr als einem Jahr oder einem monatlichen Mietzins von mehr als 400,00 €,
c) Aufnahme von Krediten oder Übernahme von Bürgschaften,
(d) Anstellung oder Entlassung von Angestellten mit monatlichen Bezügen von mehr als 500 € oder mit einer Kündigungsfrist von mehr als 12 Monaten oder mit Pensionszusagen.
(3) Sofern die Aufgaben oder die Größe der Stiftung eine besondere Geschäftsführung verlangen, können hierfür eine oder mehrere Personen angestellt und nach den in der Wirtschaft _üblichen Bezügen honoriert werden.

§9 Vertretung der Stiftung

(1) Die Stiftung wird durch den Vorstand gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters.
(2) Sind drei (oder weniger) Vorstandsmitglieder bestellt, ist jedes Mitglied des Vorstands zur alleinigen Vertretung der Stiftung berechtigt. Das Kuratorium kann bestimmen, dass nur zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertretungsberechtigt sind. Dies gilt nicht für den Stifter,der zeitlebens allein vertretungsberechtigt ist.

§10 Beschlussfassung des Vorstands

(1) Der Vorstand beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Er ist beschlussfähig, wenn von drei mindestens zwei Mitglieder anwesend sind. Solange der Stifter im Vorstand ist, entscheidet er allein. Schriftliche Beschlussfassung ist zulässig, sofern alle Vorstandsmitglieder zustimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, wenn ein solcher bestimmt ist.
(2) Sitzungen werden vom Vorstand nach Bedarf, jedoch mindestens einmal im Jahr abgehalten. Auf Anforderung eines Vorstandsmitglieds oder der Mehrheit des Kuratoriums ist zu einer Sitzung einzuladen.
3) Zwischen der Einberufung und dem Sitzungstag soll ein Zeitraum von mindestens einer Woche liegen, sofern nicht außerordentliche Umstände eine kürzere Frist erfordern. Die Vorstandssitzungen werden schriftlich unter Angabe der einzelnen Beschlussgegenstände einberufen. Auf die Form kann einstimmig verzichtet werden. Der Stiftungsvorstand hält seine Beschlüsse in Niederschriften fest, die von zwei Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen sind; solange der Stifter im Vorstand ist, unterzeichnet er allein - auch wenn nur ein Vorstand bestellt ist.

§11 Kuratorium

(1) Neben dem Stiftungsvorstand besteht ein Kuratorium. Es besteht aus mindestens drei und höchstens fünf Personen, die jeweils auf die Dauer von drei Jahren bestellt werden. Wiederbestellung ist möglich.
(2) Die ersten Mitglieder des Kuratoriums bestellt der Stifter, auch den Vorsitzenden. Er kann weitere Kuratoriumsmitglieder auf Lebenszeit bestellen. Nach dem Ableben des Stifters .wählt sich das Kuratorium einen Vorsitzenden für dessen jeweilige Amtsdauer als Kuratoriumsmitglied.
(3) Nach der Erstbestellung ergänzt sich das Kuratorium selbst durch Zuwahl. Das Kuratorium kann bis zu zwei Ersatzmitglieder für jeweils drei Jahre wählen. Diese sind zur Teilnahme an Kuratoriumssitzungen ohne eigenes Stimmrecht befugt und rücken für die verbleibende Amtszeit nach, wenn ein Kuratoriumsmitglied vor deren Ablauf ausscheidet. Sind zwei Ersatzmitglieder vorhanden, so rücken sie in der Reihenfolge ihrer Wahl nach.
(4) Die reguläre Amtszeit der Mitglieder des Kuratoriums beträgt drei Jahre. Wiederbestellung ist zulässig. Die Mitgliedschaft im Kuratorium endet mit dem Ende des Jahres in dem das Kuratoriumsmitglied das 70. Lebensjahr vollendet hat. Die Bestimmung findet keine Anwendung auf solche Mitglieder die dem Kuratorium bei Gründung der Stiftung angehört haben.
(5) Das Kuratorium kann Mitglieder bei Vorliegen eines wichtigen Grundes abberufen. Die Abberufung und Neubestellung bedarf der einfachen Mehrheit aller verbliebenen Kuratoriumsmitglieder. Bevor ein Mitglied abberufen wird, ist er vom Kuratorium anzuhören.
(6) Das Kuratorium hat die Aufgaben, den Stiftungsvorstand zu beraten und die Stiftung nach außen zu repräsentieren. Die Befugnisse des Kuratoriums nach anderen Bestimmungen dieser Satzung bleiben unberührt.

§12 Empfehlungen des Kuratoriums

1) Das Kuratorium berät den Vorstand durch die Abgabe von Empfehlungen. Diese Empfehlungen sind für den Vorstand nicht verbindlich.
2) Die Empfehlungen werden durch das Kuratorium auf einer mindestens einmal jährlich abzuhaltenden Kuratoriumssitzung beschlossen. Der Geschäftsführer und der Vorsitzende des Vorstands können an den Sitzungen teilnehmen. Ladungsfehler gelten als geheilt, wenn alle betroffenen Mitglieder anwesend sind und auf d(3)ie Einhaltung von Formen und Fristen zur Ladung verzichten.
(3) Das Kuratorium soll eine Empfehlung nur dann beschließen, wenn mehr als ein Drittel der Mitglieder anwesend ist. Es sollen nur Empfehlungen an den Vorstand abgegeben werden, diee mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst wurden.

§13 Änderung der Satzung

1) Satzungsänderungen sind zulässig, sowie sie zur Anpassung an veränderte Verhältnisse geboten erscheinen. Soweit sie sich auf die Steuerbegünstigung der Stiftung auswirken können, sind sie der zuständigen Finanzbehörde zur Stellungnahme vorzulegen.
2) Änderungen des Stiftungszwecks sind nur zulässig, wenn seine Erfüllung unmöglich wird. oder sich die Verhältnisse derart ändern, dass sie in der satzungsgemäßen Form nicht mehr sinnvoll erscheint.
3) Satzungsänderungen beschließt zu seinen Lebzeiten der Stifter unter Anhörung des Kuratoriums. Nach seinem Ausscheiden werden solche Beschlüsse vom Kuratorium mit 3/4 - Mehrheit bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte seiner Mitglieder gefasst. Der Vorstand ist anzuhören.

§14 Vermögensanfall

.Bei Aufhebung oder Auflösung dieser Stiftung oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Restvermögen an den BUND Niedersachsen. Dieser hat es unter Beachtung des Stiftungszweckes unmittelbar und ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden.

§15 Stiftungsaufsicht

(1) Die Stiftung untersteht der Aufsicht des Niedersächsischen Innenministeriums.
(2) Der Stiftungsaufsichtsbehörde sind Änderungen der Anschrift, der Vertretungsberechtigung und der Zusammensetzung der Organe unverzüglich mitzuteilen.
(3) Die Stiftung wird durch einen Wirtschaftsprüfer oder eine andere Erteilung eines gleichwertigen Bestätigungsvermerkes befugte Stelle geprüft. Die Prüfung muss sich auf die Erhaltung der Stiftundvermögens und die Satzungsgemäße Verwendung seines Ertrages und etwaiger Zuschüsse (Stiftungsmittel) erstrecken.

§ 16 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am Tage der Genehmigung in Kraft Butjadingen 10.3.2011 Dr. Wolfgang Meiners